Zahnärztliche Versorgung von Flüchtlingen: Wichtige Infos für Zahnärzte print

Tue 3. Nov 15 14:43

Hier finden Sie Formblätter (wie mehrsprachige Anamnese- und Aufklärungsbögen): zm-Online als Linkliste und auf der Startseite von ZQMS unter www.zqms.de nach der Anmeldung.

Im  Falle einer erforderlichen  Akut- und Schmerzversorgung sollten Sie bitte unbedingt darauf achten, dass zunächst die relevanten allgemeinmedizinischen Eckpunkte abgefragt werden. Hierfür werden in der Regel von den zuständigen Behörden Dolmetscher zur Verfügung gestellt.

Für die vertragszahnärztliche Akut- und Schmerzversorgung dieser Menschen hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen (KZVH) aktuell ein Merkblatt (siehe KZV Hessen-Homepage, Mitgliederbereich und aktuelles KZVH-Rundschreiben Nr. 3) herausgegeben, das über alle relevanten Verfahren informiert. Hinsichtlich eines weitergehenden ehrenamtlichen Engagements empfiehlt die Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH), aufgrund der örtlich sehr unterschiedlichen Bedürfnisse Kontakt mit den zuständigen kommunalen Stellen vor Ort aufzunehmen. Entsprechende Informationen der Kommunen können in der Regel dem Internet entnommen werden.   

Deutschland und Europa stehen derzeit vor einer außerordentlichen Herausforderung. Das Leid hunderttausender Frauen, Männer und Kinder ist für uns kaum vorstellbar. Die Politik und die Behörden sind mit dem Ansturm der Menschen überfordert, zivilgesellschaftliches Engagement ist gefragter denn je. Wir dürfen daher unsere Augen vor der Not der zu uns flüchtenden Menschen nicht verschließen. Erfreut haben wir wahrgenommen, dass sich viele hessische Kolleginnen und Kollegen persönlich engagieren wollen, insbesondere mit ihren Praxen die Akutversorgung der Betroffenen sicherstellen wollen.