Parodontitis print

Tue 8. Mar 11 10:19

Herzinfarkt und Frühgeburten durch Zahnbetterkrankungen

Zahnbettentzündungen sind nach wie vor Krankheitsursache Nummer Eins im Mundbereich. 90 Prozent der Erwachsenen und ein Großteil der Zwölfjährigen leiden unter der heimtückischen Entzündung des Zahnfleisches, zunächst meistens ohne sie zu bemerken.

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Untrügliches Zeichen: Zahnfleischbluten
Foto: KZBV

Dabei bleibt die Erkrankung in der Regel nicht ohne gesundheitliche Folgen. Patienten mit einer Zahnbetterkrankung (Parodontitis) weisen ein deutlich höheres Risiko für Herzerkrankungen (Faktor 1,5 - 1,9) oder einen Schlaganfall (Faktor 2,5) auf. Auch bei Diabetes beeinflusst Parodontitis den Krankheitsverlauf. Das Risiko für schwangere Frauen mit Parodontitis ein unterentwickeltes Kind zur Welt zu bringen, ist siebenfach höher. Zahnbettentzündungen entwickeln sich aus der Entzündung des Zahnfleisches, hervorgerufen durch die Ansammlung von bakteriellen Zahnbelägen.

Zahnbettentzündungen sind heimtückisch, da sie in den meisten Fällen völlig schmerzlos verlaufen
  • häufig viel zu spät bemerkt werden
  • zu einem irreversiblen Abbau des Kieferknochens und des Zahnhalteapparates führen
  • durch Ausschwemmung der Entzündungsprodukte in den Körper das Risiko für andere Erkrankungen und Komplikationen steigern.

Dem Entstehen einer Parodontitis kann glücklicherweise durch eine sorgfältige regelmäßige Mundhygiene vorbeugt werden. Bei einer bereits vorhandenen Erkrankung kann durch eine regelmäßige Betreuung durch das zahnärztliche Team das Voranschreiten in den meisten Fällen zum Stillstand gebracht werden kann.