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Tue 8. Mar 11 10:21

Wenn ein Loch im Zahn gefüllt werden soll, haben die Zahnärzte heute eine ganze Reihe von Alternativen, z.B. die klassische Amalgam-Füllung, eine Füllung mit "Kunststoff" (sog. Komposit) - oder eben auch das Verschließen des Zahnes mit einem Inlay. Inlay bedeutet Einlagefüllung, und das wiederum bedeutet: Aus einem bestimmten Stoff (z.B Kunststoff, Keramik oder Gold) wird eine feste Form gegossen oder gefräst, die haargenau in das für die Füllung vorbereitete "Loch" passt. Damit es nicht herausfällt, wird das Inlay je nach Ausführung mit einem "Klebstoff", einem sogenannten Adhäsiv oder Zement, befestigt.

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Kunststoff-Inlay und Gold-Inlay

Wie im Haushalt auch, benötigen unterschiedliche Werkstoffe unterschiedliche Kleber, wenn man sie verbinden will. Ein Inlay kann, wie jede andere Füllung auch, nur dann eingesetzt werden, wenn nach der Karies-Entfernung noch so viel Zahnsubstanz übrig geblieben ist, dass der restliche Zahn den heftigen Kaudruck aushalten kann. Sind die Zahnwände zu dünn, bricht das Gefüge. In solchen Fällen wird auf ein Inlay verzichtet und zu einer Krone geraten: Sie umschließt den Zahnstumpf von allen Seiten und ersetzt die verlorene natürliche Zahnsubstanz.

Die Inlay- Materialien

Metall: Sie können aus verschiedenen Metallegierungen hergestellt werden. Oft werden goldfarbene Legierungen verwendet, es sind aber auch günstigere silberfarbene Legierungen erhältlich. Eine Verblendung mit keramischen Massen ist ebenfalls denkbar. Nach der Präparation des Zahnes und Abdrucknahme durch den Zahnarzt, wird zunächst vom Zahntechniker ein Gipsmodell erstellt. Auf diesem wird dann die Einlagefüllung in Wachs modelliert, in dem gewünschten Metall gegossen, auf dem Gipsmodell unter dem Mikroskop aufgepaßt und poliert. Nach der Anprobe am Patienten erfolgt das Einzementieren durch den Zahnarzt.

Komposite: Sie sind eine Alternative zu metallischen Füllungen, da sie im ästhetisch sichtbaren    Bereich kaum oder gar nicht zu erkennen sind. Ähnlich der direkten Einlagefüllungen aus Komposit weisen sie allerdings einige Nachteile bezüglich der Haltbarkeit sowie der Verfärbung auf.

Keramik: Einlagefüllungen aus Keramik dagegen weisen eine ähnliche Härte wie der Zahnschmelz auf, sie nutzen sich also nicht so ab wie andere Materialien. Zudem lassen sie eine gute Passgenauigkeit auf dem präparierten Zahn erkennen und überzeugen durch ihre einmalige ästhetische Wirkung. Sie sind sehr kostspielig, da die Herstellung im zahntechnischen Labor, ähnlich der Metallinlays, sehr aufwendig ist.