Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) print

Mon 22. Apr 13 09:30


Zahnmediziner beobachten bei etwa 80 Prozent aller Patienten eine geringfügige Störung der Funktion des Kauapparates. Auch wenn diese meist vom Organismus kompensiert wird und somit symptomfrei bleibt, kommt es in ca. 20 Prozent der Fälle zu Schmerzsymptomen vielfältiger Art, zu denen häufig Kopfschmerzen, aber auch Nacken- und Rückenschmerzen zählen. Die medizinische Bezeichnung dieser Erkrankung ist Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Deshalb ist bei wiederholtem Auftreten von Kopfschmerz der Gang zum Zahnarzt keineswegs abwegig, sondern zu empfehlen - zumal oft rasch und effektiv geholfen werden kann.

Ein eigenes Spezialgebiet, die Craniomedizin, widmet sich den Folgen der Fehlfunktionen. Dabei arbeiten Mediziner aus verschiedenen Fachgebieten wie HNO, Orthopädie, Physiotherapie, Neurologie und Zahnmedizin eng zusammen. Hat der Zahnarzt den richtigen Befund erstellt, können Therapien wie eine individuelle angepasste Aufbissschiene verordnet werden. In vielen Fällen kann der falsche Biss, die Ursache der Schmerzen, dadurch reguliert werden.


Siehe auch Bruxismus

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