Bruxismus print

Mon 22. Apr 13 09:32


Extreme seelische Belastungen und dauerhafter Stress können neben Spannungskopfschmerzen und Verspannungen der Muskulatur auch dazu führen, dass Menschen in der Nacht mit den Zähnen knirschen. Die Zahnmedizin nennt dieses Phänomen Bruxismus. Dauerhaftes Knirschen von Ober- und Unterkiefer schädigt die Zähne erheblich.

Bei Bruxismus ist der Kaudruck bis zum Zehnfachen gesteigert und vorzeitiger Verschleiß der Zähne die Folge. Auch Zahnhalteapparat, Kiefergelenk und Kaumuskulatur können geschädigt werden. Weitere Folgen des immensen Drucks auf die Zähne sind verspannungsbedingte Schmerzsymptome die vom Kopf her in den ganzen Körper ausstrahlen. Auch Tinnitus kann eines dieser Symptome sein.

Dem schädlichen Abrieb kann zahnärztlich entgegengewirkt werden. Als erste Maßnahme wird eine Aufbissschiene als Entspannungsschiene an die individuelle Mundsituation angepasst. Damit die Schiene mehr ist, als ein Abriebschutz, müssen zuvor Kiefergelenke und Muskulatur des Kopfbereichs einer Funktionsdiagnostik unterzogen werden.

Um neben den Symptomen auch die stressbedingten Ursachen zu bekämpfen, kann begleitend zur zahnmedizinischen Behandlung  eine Psychotherapie stattfinden. Die weitere  Behandlung bei fortbestehenden Beschwerden sollte durch Spezialisten der sogenannten Craniomedizin (Kooperation zwischen HNO, Orthopädie, Physiotherapie, Neurologie und Zahnmedizin) stattfinden.




Bei der Suche nach einem Spezialisten für Funktionsdiagnostik hilft die Online-Zahnarztsuche der Landeszahnärztekammer Hessen.

Fragen zur Zahn- und Mundgesundheit beantwortet die Patientenberatung der Landeszahnärztekammer Hessen.