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Wed 22. Mar 17 07:48

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Berufsangehörige aus einem Nicht-EU-Land

Berufsangehörige, die nicht aus einem Mitgliedsland der  Europäischen Union stammen, benötigen zur Ausübung des zahnärztlichen Berufes in Deutschland eine besondere Anerkennung ihrer zahnärztlichen Ausbildung (Informationen und Hinweise zur Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen siehe www.bzaek.de).

Zuständige Stelle hierfür ist das:

Hessisches Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG)
Walter-Möller-Platz 1
60439 Frankfurt/Main
Telefon 069 / 1567-712
Fax 069 / 1567-716

Das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HPLUG) weist darauf hin, dass aufgrund des Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (BQFG) nunmehr die Erteilung der Approbation nicht mehr an eine bestimmte Staatsangehörigkeit geknüpft ist.

Zukünftig können alle Zahnärzte unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit die Approbation beantragen, wenn sie ihr Studium in Deutschland abgeschlossen haben. Bisher war dies für Zahnärzte mit einer Staatsangehörigkeit eines Staates außerhalb der Europäischen Union bis auf Ausnahmen nicht möglich.

Das HPLUG bittet betroffene Zahnärzte, die ihr Studium vor dem 1. April 2012 abgeschlossen haben, möglichst um Antragstellung bis zum 1. Juli 2012. Zuständig ist die jeweilige Approbationsbehörde, in dessen Bundesland die staatliche Prüfung abgelegt wurde. Nähere Informationen können unter www.hlpug.de abgerufen werden.


Sobald eine Approbation oder die Erlaubnis nach § 13 Zahnheilkundegesetz vorliegt und die Berufsausübung aufgenommen wird, muss eine Anmeldung bei der Landeszahnärztekammer Hessen erfolgen.


Wichtiger Hinweis
zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen:

Inhaber einer ausländischen Hochschulqualifikation können sich seit Januar 2010 an die Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen (ZAB) im Sekretariat der Kultusministerkonferenz wenden und eine Bewertung ihres ausländischen Abschlusses beantragen. Sie erhalten dann ein Dokument, das ihnen die Bewerbung auf dem deutschen Arbeitsmarkt erleichtern kann.

Die Zeugnisbewertung beschreibt eine ausländische Hochschulqualifikation und bescheinigt die beruflichen und akademischen Verwendungsmöglichkeiten. Sie nennt den deutschen Bildungsabschluss, dem der ausländische Abschluss vergleichbar ist, und informiert zusätzlich über Möglichkeiten der Fortsetzung des Studiums, über die Rechtsgrundlagen der Gradführung und über die Verfahren zur beruflichen Anerkennung.

Die Gebühr für diese Serviceleistung beträgt 100 Euro, die Bearbeitung nimmt etwa sechs Wochen in Anspruch.

Bewertet werden Hochschulabschlüsse aus allen Staaten der Welt. Grundlage dieser Zeugnisbewertungen ist das „Übereinkommen über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region“ (sog. Lissabon-Konvention), das in Deutschland am 1.10.2007 in Kraft getreten ist.

Die ZAB ist die zentrale Stelle für die Bewertung ausländischer Qualifikationen in Deutschland. Hierzu gehören schulische und berufliche sowie Hochschulqualifikationen.




Anerkennungszuschuss

Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre berufliche(n) Qualifikation(en) im Ausland erworben haben, können diese mit den entsprechenden deutschen Qualifikationen vergleichen und gegebenenfalls anerkennen lassen. Durch die verschiedenen Verfahren fallen auch bei den Kammern Kosten an. Diese sollen nach Auffassung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nunmehr keine Hürde für die eigentliche Anerkennung sein. Daher werden seit dem 01. Dezember 2016 diejenigen mit dem neuen Anerkennungszuschuss unterstützt, die keine anderweitige Unterstützung erhalten.  


Wer kann gefördert werden?
  • Personen, die einen formalen Berufsabschluss im Ausland erworben haben und ein Anerkennungsverfahren in Deutschland starten wollen
  • Personen, die seit mindestens drei Monaten ihren Aufenthalt bzw. Hauptwohnsitz in Deutschland haben, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrem Aufenthaltsstatus
  • Personen, die nicht ausreichend eigene finanzielle Mittel haben (zu versteuerndes Jahreseinkommen ≤ 26.000 Euro bzw. bei gemeinsam veranlagten Ehe- bzw. Lebenspartnerschaften ≤ 40.000 Euro)
  • Personen, bei denen die Kosten nicht durch die Agentur für Arbeit, das Jobcenter oder durch entsprechende Förderprogramme der Länder übernommen werden

Was kann gefördert werden?
  • Kosten für Gebühren und Auslagen des Anerkennungsverfahrens
  • Kosten für Übersetzungen, Beglaubigungen von Zeugnissen und Abschlüssen sowie Gutachten, Kosten für die Beschaffung von notwendigen Nachweisen
  • Kosten für Qualifikationsanalysen (nach §14 BQFG und §50b HwO) und Fahrtkosten innerhalb Deutschlands im Rahmen des Anerkennungsverfahrens

Höhe des Zuschusses:
Der Anerkennungszuschuss beträgt maximal 600 Euro und muss nicht zurückgezahlt werden. Anträge können für Gesamtkosten ab 100 Euro gestellt werden.


Unterlagen
Seit 7. März 2017 stehen die aktualisierten Formulare und weitere Dokumente unter www.anerkennungszuschuss.de für Sie zum Download bereit. Auf dieser Seite finden Sie zudem eine ausführliche Anleitung zum Ausfüllen des Antrags sowie eine FAQ-Liste, die Antworten auf häufige Fragen bereitstellt. Auch der Flyer zum Anerkennungszuschuss ist online abrufbar. Diesen können Sie sich auch gern in Papierform beim Bundesministerium für Bildung und Forschung bestellen.