Archivmeldung: Gewerbesteuer von Freiberuflern print

Tue 8. May 12 10:27

Gleichmacherei der Politik schadet Patienten- Zahnarzt-Verhältnis (Archivmeldung)

Frankfurt, 24.05.2002. Immer mehr Unternehmen in Frankfurt entziehen sich ihrer Pflicht als Gewerbesteuerzahler. Um diese lukrativste Einkommensquelle der Stadt Frankfurt wieder aufzubessern, schlägt die Oberbürgermeisterin Petra Roth als Präsidentin des Deutschen Städtetages vor, im Zuge einer Revitalisierung der Gewerbesteuer künftig Zahnärzte, Ärzte, Rechtsanwälte und Architekten zur Kasse zu bitten.

Die OB hat dabei offenbar übersehen, dass die Kernaufgaben der Freiberufler nicht im gewerblichen Bereich liegen. Bei der Ausübung einer solchen Tätigkeit, unabhängig ob Zahnarzt, Arzt, Rechtsanwalt oder Architekt, hat das persönliche Element zwischen Patient oder Klient und dem Freiberufler eine besondere Bedeutung und steht im Vordergrund. Die gewerbliche Tätigkeit ist dagegen ausschließlich auf Gewinnmaximierung ausgerichtet.

"Die Gleichmacherei, die hier von der Politik betrieben wird, macht dieses Prinzip zunichte und schadet bei den Zahnärzten dem vertrauensvollen Patienten-Behandler-Verhältnis.", so der Vize-Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen Dr. Giesbert Schulz-Freywald.

Pressekontakt: Annette C. Borngräber, Tel. 069  427275-114, E-Mail: borngraeber@lzkh.de