Archivmeldung: Billig kann teuer werden  print

Tue 8. May 12 10:44

Zahnärztliche Versorgung im Ausland (Archivmeldung)

Frankfurt, 20.07.2004 . Frankfurt, 20. Juli 2004. Zahnarztbehandlungen im Ausland können häufig preisgünstiger sein. Doch Patienten sollten bei Ihrer Entscheidung sich im Ausland zahnmedizinisch versorgen zu lassen, nicht nur eventuelle Kosteneinsparungen in den Vordergrund stellen. Denn bei auftretenden Komplikationen ist der Kostenvorteil schnell dahin.

Auch wenn der im Ausland praktizierende Zahnarzt seiner Sorgfaltspflicht bei der Behandlung nachkommt, können dennoch Nachbehandlungen erforderlich werden. Wenn der Zahnarzt die Kosten für die Nachbehandlung übernimmt, da EU-weit eine zweijährige Gewährleistungsfrist für Zahnersatz gilt, zahlt der Patient in jedem Fall die erneut anfallenden Anreise- und Unterbringungskosten. Im Streitfall haben Patienten es im Europäischen Ausland nicht leicht, zu ihrem Recht zu kommen.

"Zahnmedizinische Behandlungen setzen vor allem beim Zahnersatz wie Kronen, Brücken und Implantaten eine umfangreiche Diagnostik sowie eine längere Vorbehandlung voraus und erfordern eine intensive Nachbetreuung.", erklärt Dr. Michael Frank, Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen.

Untersuchungen haben ergeben, dass lediglich 23 Prozent der Patienten im Ausland einen Zahnersatz erhalten haben, der in Planung und Qualität dem Niveau der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland entspricht.
Mit Verschiebung der EU-Grenzen Richtung Osten ist ein neuer Markt entstanden - auch im Gesundheitswesen. Denn ambulante zahnmedizinische/medizinische Behandlungen im EU-Ausland werden von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der in Deutschland gültigen Sätze über Kostenerstattung mitfinanziert.

Die Patientenberatung der Landeszahnärztekammer Hessen informiert unter der Servicenummer 01805-202052 über Probleme und Risiken, die bei einer Zahnarztbehandlung im Ausland auftreten können. Weitere Informationen bietet auch die Bundeszahnärztekammer auf Ihrer Internetseite unter www.bzaek.de.

Pressekontakt: Annette C. Borngräber, Tel. 069  427275-114, E-Mail: borngraeber@lzkh.de