Archivmeldung: Nicht einfach nur für kleine Menschen  print

Tue 8. May 12 10:45

Kinder und- Jugendzahnheilkunde in Hessen, neue Spezialfortbildung für Zahnärzte (Archivmeldung)

Frankfurt, 10.02.2005. Mit neuen Spezialfortbildungen für Zahnärzte will die Landeszahnärztekammer Hessen die zahnmedizinische Versorgung in Hessen weiter verbessern. Im Februar startet ein weiterer Kurs  des neuen Fortbildungsangebotes Kinder- und Jugendzahnheilkunde in den Fortbildungsräumen der Zahnärztekammer in Frankfurt.

Kinderzahnheilkunde ist nicht einfach Zahnheilkunde für kleine Menschen. Die Behandlung von Kindern stellt besondere Anforderungen an den Zahnarzt und das Praxisteam. So muss der Zahnarzt über Kenntnisse der Anatomie und der Körperentwicklung bei Kindern verfügen und vor allem auch psychologische Fähigkeiten besitzen. Während Erwachsene mit der speziellen Situation in der zahnärztlichen Behandlung meistens rational umgehen können, ist dies für kleine Kinder häufig zuviel verlangt. Der Besuch beim Zahnarzt ist daher nicht selten angst- und konfliktbesetzt. Der Zahnarzt und sein Praxisteam müssen sich daher mit den Möglichkeiten des Angstabbaus und der Konfliktbewältigung im Alltag auskennen, damit die Behandlung der Kinder erfolgreich verläuft. Die ersten Kontakte mit dem Zahnarzt dürfen daher für das Kind nicht mit Schmerzen verbunden sein.

Die Fortbildungskurse der Landeszahnärztekammer Hessen sind auf diese Anforderungen ausgerichtet. Neben zahnmedizinischen Inhalten wird auch Wissen in "Allgemeinmedizin bei Kindern und Jugendlichen", "Psychologie des Kindes- und Jugendalters" sowie "Zahnärztliche Betreuung von Kindern mit Behinderungen" vermittelt.

Das Interesse nach der speziellen Fortbildung auf dem Gebiet der Kinderzahnheilkunde ist groß bei den hessischen Zahnärztinnen und Zahnärzten und die Kurse ausgebucht. Derzeit finden im Haus der Landeszahnärztekammer in Frankfurt und in Kassel drei 11-tägige Kurse in  der Kinder- und Jugendzahnheilkunde statt. Weitere beginnen im Juni und September 2005 in Frankfurt. Darüber hinaus sind Veranstaltungen dieser Fortbildungsreihe ab Frühjahr 2006 vorgesehen.

Nach erfolgreicher Qualifizierung des umfassenden Fortbildungskurses in Theorie und Praxis dürfen die Zahnärztinnen und Zahnärzte den Tätigkeitsschwerpunkt "Kinder und- Jugendzahnheilkunde" auf dem Praxisschild ausweisen.
 Dank intensiver Maßnahmen zur Kariesprophylaxe in den hessischen Kindergärten als gesetzlicher Auftrag zur Zahngesundheitsförderung, ist die Karies bei Kindern und Jugendlichen in einem erheblichen Maße in den letzten Jahren zurückgegangen. Allerdings gibt es immer noch eine kleine Gruppe von Kindern mit sehr vielen Löchern.

Auch auf weiteren Teilgebieten der Zahnheilkunde wie *Implantologie,  *Parodontologie, *Endodontie, und *Funktionsdiagnostik und -therapie bietet die Landeszahnärztekammer Spezialfortbildungen für Zahnärzte in Hessen an. Nach wie vor bleibt aber jeder Zahnarzt qualifiziert alle Behandlungen durchzuführen.

In Hessen sind rund 4.300 niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte tätig.

*Implantologie: Befasst sich mit dem Einpflanzen von Zahnimplantaten in den Kieferknochen.
*Parodontologie: Befasst sich mit der Entstehung und Behandlung von Zahnbetterkrankungen.
*Endodontie: Befasst sich mit  Erkrankungen und der Therapie  im  Bereich des Wurzelkanals.
*Funktionsdiagnostik und -therapie: Diagnostische Vorgehen mit dem Ziel, Störungen im Bewegungsablauf des Gebisses zu erkennen und zu therapieren.
*Kinder- und Jugendzahnheilkunde: Zahnärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel Erkrankungen frühzeitig zu verhüten sowie Fehlstellungen der Zähne und des Gebisses rechtzeitig zu behandeln.  

Pressekontakt: Annette C. Borngräber, Tel. 069  427275-114, E-Mail: borngraeber@lzkh.de