Archivmeldung: Urteil LG zum Bleaching print

Tue 8. May 12 12:14

Frankfurt, 07. Mrz. 2007. (Archivmeldung) Vor einigen Tagen wurde ein Urteil des Landgerichts Frankfurt a. M. (Az: 3-12 O 205/05) zur Zahnaufhellung („Bleaching“) durch zahnärztliche Mitarbeiter veröffentlicht. In dem Urteil heißt es, die Durchführung von Zahnweißung müsse nicht grundsätzlich Zahnärzten vorbehalten bleiben, sie könne u.a. auch von Angehörigen zahnärztlicher Assistenzberufe durchgeführt werden.

Die Landeszahnärztekammer Hessen weist darauf hin, dass es sich bei dem Urteil lediglich um eine vorläufige Entscheidung im Rahmen eines einstweiligen Verfügungsverfahrens handelt. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung war aus prozessualen Gründen zurückzuweisen, da sich das Gericht nicht in der Lage sah, im Wege eines Eilverfahrens ohne Einholung eines Sachverständigengutachtens über den zahnheilkundlichen Charakter des Bleachings zu urteilen.

Die Aussagen des Gerichts lassen sich also wegen der Besonderheit der konkreten Fallgestaltung nicht verallgemeinern.

Die Landeszahnärztekammer Hessen wird die Rechtslage daher in einem Hauptsacheverfahren klären lassen. So wird in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Risiken hinzuweisen sein, die sich für den Patienten ergeben, wenn Bleaching und professionelle Zahnreinigung nicht von approbierten Zahnärzten fachlich begleitet wird.

Pressekontakt: Annette C. Borngräber, Tel. 069  427275-114, E-Mail: borngraeber@lzkh.de