Ernährung

Saures

Es ist allseits bekannt, dass Süßes den Zähnen schadet. Weniger bekannt ist dagegen, dass auch Saures eine vernichtende Wirkung im Mund entfalten kann.

Jeder kennt das Gefühl stumpfer Zähne nach dem Genuß von Rhabarber oder Zitrusfrüchten. So segensreich die in Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine und Ballaststoffe sind, so schädlich sind die Fruchtsäuren für den Zahnschmelz: sie weichen ihn auf und lösen wichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Fluorid. Wer sich nach dem Verzehr von Obst sofort die Zähne putzt und mit den Borsten über den aufgeweichten Schmelz fährt, der beschleunigt dieses zerstörerische Werk noch zusätzlich. Sauer macht dann gar nicht lustig.Empfohlen wird deshalb, mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde zu warten, sodass der Speichel im Mund Gelegenheit hat, das saure Milieu wieder zu verdünnen.

Säureanschläge auf den Zahnschmelz werden darüber hinaus von Joghurt, Salatsoßen und Fruchtsäften ausgeübt. Selbst zuckerfreie Light-Getränke oder Cola-Limonaden setzen auf Grund ihres Säuregehalts den Zähnen zu.

Zuckeraustauschstoff Xylit

Der Zuckeraustauschstoff Xylit ist bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Seine Herstellung erfolgt über die Xylose, die in ihrem Polysaccharid, dem Xylan, in vielen Pflanzen vorkommt, so zum Beispiel in Birkenholz, Stroh, Maiskolben, Kokosnüssen und sogar in Sägemehl. Das Xylan wird enzymatisch in Xylose gespalten, die anschließend durch Hydrierung mit Wasserstoff in Xylit umgewandelt wird. Nach der EU-Süßungsmittel-Richtlinie gehört Xylit zu den zugelassenen Süßungsmitteln, die zur Herstellung energieverminderter, zuckerfreier, nicht kariogener Lebensmittel sowie für Diätkost verwendet werden dürfen.

Die kariostatischen Eigenschaften des Xylits veranlassten die Zahnarztverbände von Finnland, Schweden, Norwegen und Island, Süßwaren zu empfehlen, die keine vergärbaren Zuckerarten enthalten und deren Anteil an nichtvergärbaren Süßungsmitteln aus mindestens 50 Prozent Xylit besteht. Xylit ist der einzige Zuckeraustauschstoff, der genauso süß wie Zucker ist.

Zahnmännchen: garantiert "zuckerfrei"

Sicherheit für Verbraucher seit 15 Jahren


EU-Verbraucherkommissar David Byrne will mehr Sicherheit für die Verbraucher und deshalb irreführende Werbung für gesundheitliche Vorzüge von Lebensmitteln, dazu gehören auch Süßwaren, verbieten. Eine entsprechende Richtlinie soll "Schluss mit Mogelpackungen" machen: Ob fett- oder zuckerfrei, auf Lebensmittelverpackungen darf in Zukunft nur noch angegeben sein, was wissenschaftlich korrekt nachgewiesen ist.

Ohne jeden Zwang lassen alleine in Deutschland über 20 Süßwarenhersteller zuckerfreie, Bonbons, Schokolade, Kaugummis oder Lutscher wissenschaftlich prüfen. Von einem unabhängigen zahnärztlichen Universitätsinstitut wird dabei zweifelsfrei nachgewiesen und in einem Gutachten bestätigt, dass diese Produkte nicht bloß zuckerfrei, sondern zahnfreundlich sind. Weil sie statt Zucker so genannte Zuckeraustausch- und Süßstoffe enthalten, verursachen sie weder Karies noch Säureschäden an den Zahnoberflächen. Nach dem bestandenem Test werden zahnfreundliche Süßwaren mit dem roten "Zahnmännchen mit Schirm" ausgezeichnet. Nur wenn dieses international geschützte Signet auf der Verpackung ist, hat der Verbraucher die Garantie der wissenschaftlichen Prüfung und die Sicherheit, dass er ein zuckerfreies und zahnfreundliches Produkt kauft.   

Aktion zahnfreundlich e. V.
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