Information zur Aktualisierung des Entschädigungsanspruchs nach § 56 Infektionsschutzgesetz

Ungeimpfte Arbeitnehmer ohne eigene Infektion erhalten keine Entschädigung

  • wenn sie als Kontaktperson einer mit Corona infizierten Person oder
  • als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet

in Quarantäne geschickt werden.

Ungeimpfte Personen erhalten eine Entschädigung

  • wenn sie eine nachgewiesene Infektion haben, jedoch nicht erkrankt sind oder
  • eine medizinischen Kontraindikation gegen eine COVID-19-Schutzimpfung vorliegt.

An Covid erkrankte Personen mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten keine Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz, sondern regulär ihre Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Soweit Arbeitgeber die Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz auszahlen, sind sie berechtigt, von ihrem Angestellten den Impfstatus (Impfnachweis) einzusehen. Soweit eine Schutzimpfung aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht möglich war, ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, aus dem sich eine solche Aussage ergibt, eine konkrete Diagnose ist jedoch nicht anzugeben.

In der Regel verlieren Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer für eine durch fehlende Impfung „selbstverschuldete“ Quarantäne den Lohnfortzahlungsanspruch (§ 616 BGB) gegenüber ihrem Arbeitgeber.

Weitere Informationen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/informationen-arbeitnehmerselbstaendige.html