Demonstratives Ausspucken oder (schlimmer noch) jemanden anzuspucken – das sind eindeutige Zeichen tiefster Missachtung. Wer anderen „in die Suppe spuckt“, vereitelt deren Vorhaben. Kurz: Die Flüssigkeit in unserem Mund ist eher mit einem Negativimage behaftet. Höchste Zeit, etwas zur Ehrenrettung der Spucke zu tun. Mit dem Thema „Superkraft Spucke“ hat sich der diesjährige Tag der Zahngesundheit am 25. September genau das zur Aufgabe gemacht.
Wenn einem die Spucke wegbleibt
Die vielen positiven Eigenschaften des Speichels zeigen sich vor allem dann, wenn die Speichelproduktion zurückgeht oder gar zum Erliegen kommt. Bei gesunden Menschen produzieren die Speicheldrüsen täglich zwischen einem ½ und etwas mehr als 1 Liter Speichel (medizinisch: Saliva). Die Gründe für eine verminderte Speichelproduktion (Salivation) können vielfältig sein: Atmung über den Mund, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Erkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus, Strahlen- oder Chemotherapie bei Krebs und verschiedene Medikamente, etwa gegen Bluthochdruck und Schmerzen sowie Psychopharmaka.

