Zu viel Zucker in Lebensmitteln: Hessische Zahnärzte befürworten Herstellerabgabe

Die Folgen übermäßigen Zuckerkonsums sind hinlänglich bekannt. Neben Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und krankhaftem Übergewicht mit seinen vielen gesundheitlichen Folgen sind auch die Zähne betroffen. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Zuckerkonsum in Deutschland doppelt so hoch wie empfohlen und gerade Produkte für Kinder und Jugendlich weisen besonders hohe Zusätze an Zucker auf. Säuren, wie etwa in Softdrinks, tragen dazu bei, das Risiko einer Karies weiter zu erhöhen.

Zahnärztinnen und Zahnärzte fordern daher vom Gesetzgeber eine transparente und verpflichtende Kennzeichnung von stark zuckerhaltigen Lebensmitteln im Sinne des Verbraucherschutzes und eine Herstellerabgabe, die Anreize für die Industrie schaffen soll, den Zucker- und Säurezusatz deutlich zu reduzieren; insbesondere bei Produkten für Kleinkinder. Die Abgabe soll zweckgebunden sein und in die Gesundheitsvorsorge einfließen. Auch die Werbung für stark zuckerhaltige Lebensmittel sollte künftig Beschränkungen unterliegen.

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