FAQ


Landeszahnärztekammer

Der Gesetzgeber hat die Funktionale Selbstverwaltung (Kammern) geschaffen, um originär staatliche Aufgaben durch nachgeordnete Institutionen an Stelle des Staates wahrnehmen zu lassen. Angesprochen ist hier das Prinzip der Subsidiarität: Der Staat geht richtiger Weise davon aus, dass Aufgaben, die auf einer Ebene unterhalb der staatlichen Verwaltung aufgrund des dort vorhandenen Fachwissens und der dortigen Sach- wie Bürgernähe effektiver und effizienter wahrgenommen werden können.

Dabei geht es nicht um das gewerbliche Anbieten von Dienstleistungen und nicht um die Interessenvertretung nach dem Muster eines Lobbyverbandes. Für beides wird weder eine Kammer noch eine „Zwangs-“Mitgliedschaft benötigt. Die zentrale Aufgabe der Kammer ist vielmehr die Erbringung von „Gestaltungsleistungen“.

Darunter ist insbesondere die Schaffung und Durchführung von Standards zur Berufsausübung zu verstehen. Es kann sich dabei um berufsethisch basierte Regelwerke (z.B. Berufsordnungen), fachlich-materielle Qualitätsstandards (z.B. Hygienevorgaben), Verfahrensregeln (z.B. QMS) oder Qualifikations- und Kompetenzsicherungsvorgaben (z.B. Fort- und Weiterbildung; Prüfungsordnungen) handeln. Die hier geschaffenen Regelungen müssen so wie staatliche Regelungen gemeinwohlorientierten Charakter tragen, d.h. in ihnen müssen die Interessen der vertretenen Berufsgruppe mit den Interessen der von der Berufsausübung Betroffenen (z.B. Patienten, Mitarbeiter) sichtbar abgewogen sein. Kammer-Standards beispielweise zur Praxishygiene dürfen daher nicht den leichtesten Weg abbilden, sondern tatsächlich aus fachlicher Sicht belastbaren Patienten- und Mitarbeiterschutz bieten.

Die Pflichtmitgliedschaft gewährleistet, dass die Kammer unter demokratischer Beteiligung aller Berufsangehörigen in der Lage ist, solche Standards in gewählten Institutionen und in demokratisch legitimierten Verfahren einerseits verbindlich festzulegen und andererseits auch gegenüber allen Berufsangehörigen flächendeckend durchzusetzen. Allein dadurch ist die Kammer in der Lage, an Stelle staatlicher Stellen wirksamen Patientenschutz für alle zu gewährleisten. Dies ist das Alleinstellungsmerkmal, das die Kammer vom gewerblichen Marktteilnehmer und vom Verband abhebt und es ihr erst ermöglicht, an Stelle des Staates zu handeln.

Sie kann zudem zeigen, dass sie mit ihrem ehrenamtlichen Partizipationssystem eine interessante und wirksame Spielart von „Basisdemokratie“ ist.

Die durch den Staat übertragenen Aufgaben werden nicht durch allgemeine, staatliche Steuermittel finanziert. Mit Übertragung der Aufgaben überträgt der Staat auch deren Finanzierung: Die Kammer muss wie ein „kleiner Staat“ zur Finanzierung ihrer Tätigkeit eigene „Steuern“ in Form von Beiträgen erheben. Die Beiträge werden nach den Kriterien der Leistungsfähigkeit von dem Parlament der Kammer festgesetzt.

Die LZKH verwaltet ihre Mitglieder nicht nur, sondern sieht sich auch als Dienstleisterin: Beratung zur Praxisführung, Gebührenordnung, Hygiene, Qualitätsmanagement, Arbeitsrecht und Arbeitssicherheit, Berufsausbildung ZFA, Röntgen, Praxiswerbung und allgemeine Rechtsfragen sind nur einige Felder, in denen Mitglieder jederzeit anfragen können. Zahlreiche Informationen, Muster und Formulare zu den genannten Bereichen bieten eine zusätzliche Unterstützung und Umsetzungshilfen in der täglichen Praxisarbeit. Gerade das für unsere Mitglieder kostenlose Praxismanagementsystem ZQMS/ZQMS-Eco soll hier erwähnt werden.

Die Mitgliedschaft ist aber nicht nur eine Pflicht, sondern auch ein Privileg. Denn der Berufsstand kann sich selbst sehr erfolgreich und praxisnah verwalten, da er das Fachwissen hat. Die staatliche Verwaltung könnte dies auch, würde dann aber immer zahnärztlichen Sachverstand heranziehen, bzw. eigene, entsprechende Stellen aufbauen müssen. Die Landeszahnärztekammer Hessen führt zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben über 700 ehrenamtliche Positionen aus den vielfältigsten Bereichen: Gutachterwesen, Berufsausbildung und –Prüfung der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA), Schlichtungsstellen, zahnärztliche Fort- und Weiterbildung u.v.m.

Wenn Sie sich einbringen möchten oder Anregungen zur Arbeit der Landeszahnärztekammer Hessen haben rufen Sie uns an!

Praxispersonal

Unter Praxispersonal > Arbeitsrecht/Vertragsrecht/Informationen > Beschäftigungsverbot/Mutterschutz finden Sie Informationen und Formulare zum Download.
Unter Praxispersonal > Stellenmarkt steht Ihnen das Formular zur Veröffentlichung einer Anzeige zum Download zur Verfügung. In unserem Online-Stellenmarkt können Interessierte auch entsprechende Stellenangebote/-gesuche einsehen.
Unter der Rubrik Praxispersonal und dem Link Ausbildung ZFA stehen die ausführlichen Richtlinien für die Ausbildung zum Download bereit. In diesem Dokument finden Sie unter Punkt 1.3. die erforderlichen Angaben.
Unter der Rubrik Praxispersonal und dem Link Ausbildung ZFA stehen die ausführlichen Richtlinien für die Ausbildung zum Download bereit. In diesem Dokument finden Sie unter Punkt 4.2.1 die erforderlichen Hinweise zur Anrechnung der Berufsschulzeiten.

Röntgen/Strahlenschutz

Unter der Rubrik Zahnärzte > Praxisführung > Strahlenschutz > An/Abmeldung einer Röntgeneinrichtung finden Sie alle erforderlichen Informationen und die benötigten Formulare zum Download.
Die Röntgengeräte müssen auch beim zuständigen Regierungspräsidium an- und abgemeldet werden. Unter Zahnärzte > Praxisführung > Strahlenschutz > An/Abmeldung einer Röntgeneinrichtung finden Sie eine Adressübersicht der örtlich zuständigen Regierungspräsidien als PDF zum Download.

Unter der Rubrik Zahnärzte > Praxisführung > Strahlenschutz > Fachkunde im Strahlenschutz finden Sie alle erforderlichen Informationen und Dokumente im Zusammenhang mit Ihrer Fachkunde zum Download. Bei weiterem Informationsbedarf wenden Sie sich an die hier genannte Ansprechpartnerin in der Zahnärztlichen Röntgenstelle.
Unter Zahnärzte > Praxisführung > Strahlenschutz > Gesetzliche Vorschriften/Formulare zum Downloaden finden Sie einen Link zum Abruf der aktuellen nicht amtlichen Fassung Röntgenverordnung (RöV). 
Unter Zahnärzte > Praxisführung > Strahlenschutz > Wichtige Informationen finden Sie die Liste der Sachverständigen nach § 4 RöVals PDF-Datei zum Download.

Prüfwesen

Das Antragsformular finden Interessierte unter der Rubrik Prüfwesen im Bereich Zahnärzte/Zahnärztinnen. Unter Anerkennung von Fortbildungsleistungen steht die benötigte PDF-Datei zum Download bereit.

Der Antrag steht unter der Rubrik Prüfwesen im Bereich Zahnärzte/Zahnärztinnen zum Download bereit. Unter Anerkennung von Fortbildungsleistungen finden Sie die notwendigen Formulare und weiterführende Informationen.
Der Antrag steht unter der Rubrik Prüfwesen im Bereich Zahnärzte/Zahnärztinnen zum Download bereit. Unter Informationen für nicht EU-Angehörige finden Sie die notwendigen Formulare und weiterführende Informationen.
Das Antragsformular finden Interessierte unter der Rubrik Prüfwesen im Bereich Praxispersonal. Unter Aktuelle Prüftermine stehen die benötigten PDF-Dateien zum Download bereit. Sie finden hier nicht nur die Termine für die Abschlussprüfungen der Aufstiegsfortbildungen, sondern auch für die Prüfungen der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA).